Schwarzenbach

Schwarzenbach Kolonialwaren Kaffeerösterei - Kaffee, Tee, Nüsse, Beeren, Honig

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Teewissen

Der Teestrauch gehört in die Familie der Kamelienarten. In ihrer ursprünglichen, wilden Umgebung ist die Teepflanze ein Baumgewächs mit weissen bis gelben Blüten und kleinen, haselnussartigen Früchten. Aus wirtschaftlichen Gründen wird der Teestrauch durch regelmässiges Schneiden auf ungefähr ein Meter Höhe gehalten.

Es gibt grundsätzlich zwei unterschiedliche Teepflanzen:

-    Die «Thea sinesis» (chinesischer Tee) ist die robustere Urpflanze und vorwiegend in gemässigten Klimazonen anzutreffen.
-    Die «Thea assamica» (Assam-Tee) ist feiner und aromatischer im Geschmack. Zum guten Gedeihen benötigt er aber viel Wärme.
Um die Vorteile beider Pflanzen gleichzeitig zu nutzen, werden sie heute vielfach zu der sogenannten «Assam Hybride» gekreuzt.
Der Teestrauch ist eine immergrüne Pflanze. Das Pflücken erfolgt in zeitlich festgelegten Abständen und je nach Klimazone sogar während des ganzen Jahres.
In den qualitativ hochstehenden Teegärten wird auch heute noch von Hand gepflückt. Für die kostbarsten Teesorten werden nur die zwei ersten, frisch nachgewachsenen Blätter mit der Knospe - «two leaves and a bud» - gewonnen, aus welchen die verschiedensten Variationen von Tee hergestellt werden.

Teeplantage

 

Schwarztee

Um Schwarztee herzustellen werden die Blätter:

Gewelkt etwa 1/2 Tag
Gerollt Das Rollen der welken Blätter verletzt die Zellwände und die Gärung oder Fermentation kann einsetzen.
Fermentiert   Die Fermentation ist ein Oxidations- und Gärungsprozess, der etwa 2 bis 3 Stunden dauert. Während der Oxidation nehmen die Teeblätter eine kupferrote Farbe an, welche beim späteren Aufgiessen des Tees durch das Wasser ausgewaschen wird. Der Fermentationsvorgang bestimmt im Wesentlichen die Qualität des End-produktes Tee.
Getrocknet 20 bis 25 Minuten bei etwa 85-90 Grad. Das Eindicken des Zell-saftes verleiht dem Tee seine schwarze Farbe.
Sortiert Durch das Schütteln in sogenannten Rüttelsieben wird der Tee schlussendlich in die verschiedenen Gradationen sortiert.
 
Schwarztee

 
Oolong

Oolong Tee unterscheidet sich vom Schwarztee lediglich durch eine kürzere Fermentationszeit, die bereits nach wenigen Minuten abgebrochen wird. Oolong-Tees sind überaus fein im Geschmack und zeichnen sich durch ihren lieblichen Charakter aus.

Oolong

 
Grüntee - Weisser Tee - Gelber Tee

Grüner, weisser und gelber Tee werden teilweise ohne Welken und Rollen getrocknet. Durch die schonende Behandlung des Blattgutes und die sofortige Trocknung wird eine Fermentation verunmöglicht.
Bei der Herstellung von Grüntee wird normalerweise das Blattgut gedämpft. Damit wird erreicht, dass auf der einen Seite die grüne Farbe erhalten bleibt, auf der anderen Seite gewährleistet dieser Prozess die Konservierung sämtlicher Substanzen in ihrer ursprünglichen Form.
Grüntee hat eine äusserst wohltuende Wirkung auf unseren Organismus.
Einige belegbare Auswirkungen sind:
-    günstige Beeinflussung von Herz und Kreislauf
-    entzündungshemmende Wirkungen
-    antirheumatische Wirkung
-    Kariesvorbeugung (Fluor)
-    körperentgiftend
-    Spender von Eisen, Zink, Magnesium, und wichtigen Spurenelementen
-    Spender von Vitaminen (A, B1, B2, B12, E, P, viel C)

Gruentee
 

 

Blattgrade

Es gibt verschiedene Kriterien, um die Güte und den Charakter von Tee zu beurteilen. Ein Kriterium ist die Teebezeichnung als solche. Einige Länder, vor allem Indien mit seinen zahlreichen Teegärten, deklarieren ausserdem die Gradation.
Die Kurzbezeichnungen wie SFTGFOP1 oder BOP verraten natürlich nicht alles, geben jedoch Hinweise zum jeweiligen Tee.

 
SFTGFOP1
S  Special
F   
Finest
T Tippy
G Golden
F Flowery
O Orange
P Pekoe
1 1. Aussiebung


Diese Kurzbezeichnung verdient sich ausschliesslich ein mit besonderer Sorgfalt verarbeiteter Invoice-Tee. Nur den feinsten Tees mit den gleich-mässigsten und zartesten Blattspitzen aus Darjeeling oder Assam wird dieses Qualitätssiegel verliehen.


GBOP
G  Golden
B Broken
O  
Orange
P 
Pekoe


Ein Broken Tee zeichnet sich durch sein kräftiges «Flavour» aus. Sein Aufguss ist meist recht dunkel. Es ist empfehlenswert, auf eine gute Qualität zu achten, da Broken Tees bei unsorgfältiger Verarbeitung rasch bitter und ungeniessbar werden.


OP
O Orange
P  
Pekoe


Auch eine unspektakuläre Bezeichnung wie OP kann durch-aus einen sehr schönen Blattgrad benennen. In Ceylon verbergen sich hinter diesen zwei Buchstaben oft hervorragende Qualitäten.

Die richtige Zubereitung


Ob Sie sich einen einfachen Tee oder eine Spezialität zubereiten, das Ziel bleibt immer dasselbe: Man möchte ein Optimum an Geschmack und Aroma aus den Tee-blättern gewinnen!
Das Teewasser sollte immer frisch (kein Boilerwasser!) erhitzt werden und knapp zum Siedepunkt gelangen. Kalkhaltiges Wasser ist ein Feind von feinen Teesorten und beeinflusst den Geschmack nachteilig. Stärkere Sorten wie Assam oder Ceylon vertragen hingegen den Kalk.
Verwenden Sie pro Liter Wasser etwa 12 Gramm Teeblätter, bzw. 1,5 bis 2 Gramm pro Tasse, was ungefähr einem gehäuften Teelöffel entspricht. Beachten Sie, dass halbfermentierte grüne und weisse Teesorten zum Teil erheblich leichter sind, jedoch voluminöser erscheinen. Wir empfehlen Ihnen eine Teekanne aus Glas, Porzellan, Steingut oder aus innwendig emailliertem Gusseisen. Sie soll die Teewärme möglichst gut speichern. Reinigen Sie Ihren Teekrug nur mit Wasser, niemals mit Spülmitteln.
Giessen Sie das zum Siedepunkt gelangte Wasser direkt über die Teeblätter. Es gilt zu berücksichtigen, dass die Teeblätter genügend Platz benötigen, um ihr Aroma voll entfalten zu können. Am besten lässt man die Teeblätter offen im Wasser ziehen und siebt sie nach der Zieh-dauer in die vorgewärmte Teekanne ab. Grüntee ist bekömmlicher, wenn Sie das Wasser kurz abkühlen lassen.
Die Ziehdauer hängt von der Teesorte und Ihrem bevorzugten Geschmack ab. Normalerweise lässt man Tee etwa 3 bis 4 Minuten ziehen. Der Tee schmeckt am besten in dünnwandigen, weissen Teetassen.
Sie können so die Farbnuancen der einzelnen Tees auch optisch geniessen. Wärmen Sie die Tassen vor.